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Monatsfoto Mai 2016: Yang Chengfu in Forschung und Lehre


 

Dr. Stephan Langhoff: Der Meister Yang Chengfu (1883 - 1936) ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich ein genauerer Blick in die Tiefe lohnt. Wenngleich Kreise der "Szene" über meine analytisch-wissenschaftliche Sehweise nicht allzu begeistert zeigen, so müßte selbst ihnen doch klar sein, dass durch Beharren auf unantastbare Traumwelten und Ignorieren von Forschungen auch die letzte Glaubwürdigkeit verspielt wird!

Es ist mir wichtig, meine Ansichten zum "Yang-Chengfu-Kult" zu äußern - im übergeordneten Rahmen der anderen Kern-Themen des sogenannten "Yang-Family-Tai-Chi-Chuan". Zum einen war ich schon immer mehr an Forschung und Recherche interessiert als an Fiktionen im Elfenbeinturm und zum anderen wird des öfteren versucht, meine Person fälschlicherweise als "Yang-Family-affin" zu reklamieren. Leider ist selbst manchen meiner Schüler die Signifikanz der Unterscheidbarkeit nicht immer bewusst. Wenn also ein Lehrer behauptet, von mir nach Transparenz-Kriterien ausgebildet worden zu sein, so sollte man diese Aussage kritisch überprüfen und sich dabei auch gern direkt an mich wenden.

Mit dem "Yang-Chengfu-Kult" kommt wohl jeder Tai-Chi-Praktizierende einmal in Kontakt. Dann sollte er in der Lage sein, richtig und falsch klar zu trennen. Das Problem ist die "neue Religiosität": Esoterisch-traditionelle Verbände und Lehrer definieren ihr Tai-Chi-Berufsbild als Glaubenssache. Sie fordern Loyalität statt Kritik - und gehen bei ihrem "Yang-Chengfu-Hype" oft allzu sparsam mit der Wahrheit um. Forschung und Recherche wird von ihnen als Bedrohung empfunden. Wer jedoch Erwachsenenbildung und Verantwortung ernst nimmt, sollte ihnen nicht die Deutungshoheit überlassen. Mein "Multimedia-Faktencheck auf Knopfdruck" kann hier als Argumentationshilfe dienen. Gute Lehrer sollten nicht Teil des Problems sein sondern Teil der Lösung.