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Tai Chi Handhaltungen

8 Handhaltungen (Zhang Fa) oder 9

Forum mit vielen weiteren Fragen und Antworten: Tai Chi Forum. Die Rolle bei der Standardisierung des Yang-Taijiquan in Deutschland wird kontrovers diskutiert - s. Yang Chengfu Center,

Yang Zhenduo: Die Handhaltungen im Tai Chi der Yang-Familie

Taiji-Handhaltungen lassen sich auch in der Kampfkunst anwenden - dafür ist jedoch Spezal-Unterricht nötig, da sonst Verletzungsgefahr besteht (s. Tai Chi Selbstverteidigung. (Mehr zu Yang Luchan, dem Gründer des Yang-Tai-Chi: Yang Luchan).

Die Tai-Chi-Handhaltungen erläutert von Meister Yang Zhenduo für Dr. Langhoff (1994 in Hamburg)

 

Merkmale der Handhaltungen

Die Handflächen selbst sollten leicht gedehnt/gestreckt sein. Die Finger sollten leicht gebeugt sein und nur einen geringen Abstand voneinander haben. Dazu ein großes "Tigermaul".

Die Stellungen der Hände lassen sich grob in zwei unterschiedliche Kategorien mit insgesamt 8 oder 9 Untergruppen aufteilen.  Beide Kategorien haben interessanterweise die gleiche Auswirkung. Sie unterstützen sich gegenseitig und sind gegenseitig von einander abhängig. Die "gerade Hand (1.1-1.5) ist sozusagen Yang (nicht geknickt) und die mit gesetztem Handgelenk (2.1-2.5) ist Yin, weil nicht gerade.

Fehlen diese Merkmale, so ergibt sich eine nebulöse Leerheit, eine kraftlose Weichheit und ein loses Gefühl. Es kommt zu dem falsch verstandenen Tai Chi, das man treffend als Tofu-Tai Chi bezeichnet.

Beachtet man hingegen die Merkmale, so ergibt sich ein kontrollierter Energiefluss, eine Belebung der inneren Haltung und eine Härte, die in Weichheit verborgen ist. Diese "fädeln" sich nun durch alle Gelenke, sodass die gewünschte Ganzheitlichkeit der Bewegung entsteht.

1. Die gerade Handhaltung

Typisch dafür ist ein Gefühl von Gestrecktheit, als ob die Hand leicht nach außen gezogen würde. Es stellt sich ein Gefühl von Energiefluss im gesamten Körper ein.

1.1. Handfläche aufwärts: Obere Hand bei Durchdringende Hand, untere Hand beim Affen.

1.2. Handfläche einwärts: Obere Hand beim Schützen nach links und Schützen nach rechts.

1.3. Hand nach unten hängend: Beim Ausgangsstand vor der Eröffnung und am Ende nach dem Abschluss.

1.4. Gestreckte/ gerade Handfläche: Beim Heben (Eröffnung) und beim Übergang zur Peitsche.

2.) Die geknickte Handhaltung: Gesetztes Handgelenk mit aufrechter Hand

Das Handgelenk muss sich zunächst solide setzen. Danach wird die Handfläche aufgestellt. Bei einem bestimmten Grad stellt sich ein Energiegefühl ein, das, wenn der Übende eine gute körperliche Fundierung besitzt, den ganzen Körper einbezieht. Deshalb sollten Anfänger die Hand nicht zu wenig aufstellen. Allerdings soll es keineswegs zu einer unerwünschten Steifheit kommen!

Hier nun die vier Untergruppen:

2.1. Stehende Hand: Obere Hand beim Affen, beim Kniestreifen, untere bei der Weberin.

2.2. Handfläche nach unten drückend: Untere Hand beim Kniestreifen, beim Kranich, beim Wildpferd, beim tiefen Fauststoß.

2.3. Handfläche auswärts: Obere Hand beim Kranich und Weberin, obere Wolkenhand nach dem Auswärtsdrehen vor dem Senken.

2.4. Handfläche eben: Nach dem Stoßen beim Drehen zur Peitsche und beim Drehen zur Faust unter dem Ellbogen.

 

Zu klären ist noch ob es eine fünfte Handhaltung gibt:

2.5. Quere Hand: Beim Stoßen, beim Verschließen, beim Tiger umarmen.

Kombination der Handhaltungen und ihr Wechsel/Übergang

Interessant ist natürlich der stetig eintretende Wechsel der unterschiedlichen Handhaltungen beim Ausführen der Form. Betrachten wir dazu die rechte Hand während des Übergangs vom Kranich zum Kniestreifen: Die auswärtige rechte Hand (2.4.) wird beim Senken zu einer aufwärtigen (1.1.) und dann an der tiefsten Stelle zu einer nach unten hängenden Hand (1.3.). Wenn der Arm sich dann hebt, so entsteht eine stehende Hand (2.1), die bis zum Endpunkt des Kniestreifens anhält.

Quelle: Yang-Tai-Chi: Seminare in Hamburg mit Yang Jun.

Siehe dazu  auch Push Hands der

Tai Chi Treffen Deutschland: Tai Chi Seminare Lehrgänge. Entmystifizierung des "Qi": Faszinierende sino-japanische Forschungen zu Gesundheit und Kampfkunst Tai Chi Faszien Nairiki

Hinweis: Tai Chi wird auch Thai Chi geschrieben. Diese Schreibweise ist irreführend. Die Info-Zentrale bekommt des öfteren Anfragen zu "Thai Chi". Den Anfragenden wird dann erklärt, dass "Thai Chi" ja vermuten lasse, es hätte etwas mit Thai Boxen zu tun - schließlich sagt man ja auch Schattenboxen. Dennoch wird es weiterhin oft falsch geschrieben.

Updates DDQT Ausbildung.

Prinzipien des Tai Chi

Die auch als "Essentials" oder "Internals" bezeichneten Hauptpunkte umfassen all das, was von der Fachwelt schon immer als unbedingt beachtenswert angesehen wurde. Diese Richtlinien reichen zurück bis zu den "Saltshop-Manuals", die von Wu Yuxiang bekannt gemacht wurden. Sie gehörten demnach also nicht zum Besitz der Yang-Familie und - noch wichtiger - sie stammen nicht aus dem Chen-Stil-Taijiquan, das ja angeblich der älteste Taiji-Stil sein soll. Jüngst stehen die Prinzipien wieder im Fokus des Interesses, weil Meister Yang Jun sie plötzlich als Merkmal zur Unterscheidung von "traditionellem Tai Chi" ansieht. Mit einer solchen, recht überraschenden Interpretation wird er allerdings nicht auf breite Zustimmung stoßen. Weiterlesen: Die 10 Tai-Chi-Prinzipien.