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Deutscher Tai Chi Bund - Dachverband für Tai Chi und Qigong e. V. gegr. 1996

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Tai-Chi-Prinzipien

Hinweis zu der aktuellen Debatte zum Faktencheck:

Die in unter Praktizierende bestehende Einigkeit über die Wichtigkeit der Taiji-Prinzipien verleiht diesen ungewollt eine "unberührbare" Position ähnlich einem Glaubensbekenntnisses. Doch wie Forschungen zeigen, ist dieses Dogma falsch. Teile der deutschen Lehrerschaft steht angesichts dieses Problems vor einem ernsten Dilemma, da viele loyal ergeben die Esoterik-Fiktionen ihrer chinesischen Lehrmeister mittragen statt verantwortungsvoll ihren Schülern die Wahrheit zu vermitteln.

Tai-Chi-Prinzipien von Yang Chengfu

Hinweis: Untrennbar sind die "Yang-Style-Essentials" mit den "Yang-Family-Secret-Transmissions" und mit Meister Yang Chengfu (3. Generation) verbunden. Wenngleich dessen Kommentare mit ihrem höchst aggressive Ton und die harsche Negativ-Abgrenzung zu konkurrierenden Schulen vielen Lesern nicht gefallen dürfte, so stellen seine Regeln doch die beste Beschreibung dar. Es kursieren jedoch unterschiedliche Reihenfolgen, die alle ihre Vorteile haben. Der DTB arbeitet an einer Neufassung mit Berücksichtigung von Erkenntnissen moderner Forschung.

Tai-Chi-Prinzipien erklärt von Chen Weiming

Update: Eine anschauliche Erklärung bietet Chen Weiming mit dem Vergleich vom heben einer Eisenkette im Vergleich zu einer Eisenstange. Vgl dazu Toby Threadgills Ju-Musubi und Go-Musubi und Jiku-Punkte. https://brennantranslation.wordpress.com/2012/03/21/the-art-of-taiji-boxing-taiji-quan-shu/

Tai-Chi-Prinzipien

Bei der Befolgung von Taiji-Prinzipien spielt der Wortsinn für viele Praktizierende die größte Rolle. Doch die esoterisch-okkulten Formulierungen sind vieldeutig und widersprüchlich. Die vage, unspezifische Semantik ist gerade für Westler schwer zu akzeptieren. Yang Chengfus Kommentare und Vorurteile helfen dem Suchenden dabei nicht wirklich über bestehende Unsicherheiten hinweg, da vieles belegbar falsch ist und die unsachliche, aggressive Rhetorik des Meisters weit über das Ziel hinausschießt, indem er Feindbilder der "externen Kampfkünstler" aufbaut, die nur Phantome sind. Vergessen wird oft auch, dass vieles verloren gegangen ist. Doch die größte Hürde beim Verständnis ist das Erkennen der verborgenen Tiefe, die sich nur dem Fortgeschrittenen offenbart. Diesen "Geheimnissen" kommt der ernsthaft Forschende am besten auf die Spur, wenn er statt am Wortsinn zu kleben übergeordnete Perspektiven einbezieht - etwa durch sino-japanische Forschungen zur Jujutsu-Stilart des Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu.

Zehn Tai-Chi-Prinzipien und die Meisterschaft

Während für den Westler Vorgaben, Regeln und Richtlinien häufig Ausnahmen zulassen, bedeuten die traditionell überlieferten "Essentiellen Punkte" für chinesische Tai-Chi-Meister sozusagen "unverhandelbare Gebote", die es unbedingt einzuhalten gilt. Ein solch hoher Stellenwert macht die "Zehn Vorschriften" besonders interessant und wichtig. Diese grundlegenden Punkte in ihrer Gesamtheit und in ihrem Zusammenwirken beim Training zu beachten ist eine äußerst schwierige Herausforderung auf dem Weg zur Meisterschaft

Tai-Chi-Prinzipien im Gesamtkontext vergleichender Forschung

Östliche Künste wie das Tai Chi Chuan basieren auf festen Regeln, Grundsätzen und Grund-Elementen, die traditionell am Taoismus und Buddhismus ausgerichtet sind. Kampfkünste orientieren sich oft am Konzept von "Himmel-Erde-Mensch". Die Semantik solcher Klassischen Schriften ist ob mehrdeutig, was das Verständnis erschwert. Auch bestehen Lücken in der Überlieferung und manche Termini bekommen ihren Sinn nur im Kontext

Für Westler erleichtert sich die Einsicht in die fremde asiatische Welt durch übergeordnete Perspektiven. Vergleicht man etwa die Tai-Chi-Prinzipien beispielsweise mit den Prinzipien des Aikido, Judo, Jujutsu, so erkennt man schnell Gemeinsamkeiten, die ein Verständnis erleichtern. Darüber hinaus belegt ein solcher Vergleich bereits für Laien die Unhaltbarkeit der Behauptungen der Tai-Chi-Meister, die Prinzipien des "chinesischen Schattenboxens" seien ein "einmaliger innerer Stil" und alle anderen Künste seien "äußere Stile"!

Die zehn Tai-Chi-Prinzipien - Theorie und Praxis in der DTB-Lehrerausbildung

Der Taijiquan-Qigong-Bundesverband DTB vermittelt als einen seiner zentralen Lehrinhalte nicht nur die Prinzipien selbst in Theorie und Praxis sondern geht auch auf die vielfach unbekannten Hintergründe ein. So sollte ein gut ausgebildeter Lehrer auch die enthaltenen Irrtümer und Fehleinschätzungen korrieren können. Thema: Rolle und Bedeutung der überlieferten und erstmalig von Yang Chengfu erläuterten Leitlinien für korrekte Ausführung des "Schattenboxens"  Darstellung und Erklärungen mit dem Schwerpunkt Yang-Stil/ Yang-Family/ Yang Chengfu/ Yang Zhenduo folgt weiter unten. Siehe auch die unterschiedlichen Tai-Chi-Handhaltungen.

Literatur/ Kostenlose Lehrvideos

Am bekanntesten ist das richtungsweisende Werk von Yang Chengfu: "Das vollständige Buch von Form und Anwendung des Taijiquan". Kostenlose Video-Downloads der Erklärungen seines Sohnes Yang Zhenduo in Hamburg weiter unten.

 Tai-Chi-Prinzipien - mangelnde Klarheit

Im Yang-Stil, so Großmeister Yang Zhenduo klassifiziert man Tai Chi als "gut", wenn es den Zehn Prinzipien folgt, wie sie sein Vater hat aufschreiben lassen. Doch das Thema ist weitaus komplexer, sobald man "hinter die Kulissen" schaut. Verwirrend und irritierend für viele ist auch die oft beanspruchte "Deutungshoheit" einzelner Meister oder Familien-Clans. Bei vielen Praktizierenden besteht dabei der Zweifel, ob es sich nicht um dreizehn statt zehn handelt, denn bei Yang Chengfu finden sich beide Auffassungen. Noch wichtiger ist der weitverbreitete Irrtum, auf den Yang Zhenduo auf Seminaren und in Schriften gern eingeht: Das Ziel der Prinzipien ist nicht Entspannung sondern die Entwicklung Innerer Kraft. Der Meister erläutert, dass der Einsatz der Entspannung vielmehr die Methode sei, dieses Ziel zu erreichen. In den Arbeitskreisen des DTB ist man jedoch zu einer differenzierteren Auffassung gelangt, die noch genauer erläutert wird.

Die 10 Tai-Chi-Prinzipien - wichtige Korrekturen aus heutiger Sicht

Die klassischen Schriften des Tai Chi sind die wichtigste Quelle für die "Zehn essentiellen Gebote", nach denen Generationen von Schülern gelernt haben. Auch heute noch sind die "10 Tai-Chi-Prinzipien" DIE maßgebliche Vorschrift für "richtiges Tai Chi"! Doch auf den zweiten Blick ergeben sich zahlreiche "Ungereimtheiten", von denen ein großer Teil auf die "Tai-Chi-Klassiker" und ihre Ambiguitäten/ Mehrdeutigkeiten und Unspezifiziertheiten zurückgeht. Was viele nicht wahrhaben wollen sind die gravierenden Fehleinschätzungen in der gesamten Überlieferung. Chinesische Lehrmeister sind hierbei leider nicht "Teil der Lösung" sondern "Teil des Problems". Sie sind nicht ideologie-frei. Auch hiermit sollte sich ein guter Taiji-Lehrer auseinandersetzen - Loyalität und Gutgläubigkeit sind dabei schlechte Ratgeber. Dies wird im Detail beschrieben hier: Tai Chi Lehrer Ausbildung Deutschland.

Wie soll jetzt ein Laie "die Spreu vom Weizen trennen"? Für immer mehr Suchende ist die offizielle DTB-Checkliste eine konkrete Orientierungshilfe und Argumentationshilfe. Sie enthält auch Lehrer-Profile zu den Taichi-Prinzipien. Mit dieser Checkliste kann sich jeder Interessierte ein besseres Bild von dem für ihn optimal passenden Lehrer machen. Sie enthält darüber hinaus eine Vielzahl wichtiger Insider-Informationen zu den Prinzipien.

Update: Eine interessante These erläutert DTB-Ausbilder Dr. Langhoff: Besser verständlich werden die Zehn Tai-Chi-Prinzipien erst, wenn man Yang Chengfu und die Klassischen Schriften aus einer übergeordneten, höheren Perspektive untersucht. Erst so ist ein Blick unter die Oberfläche möglich - und erst ein solcher "Blick hinter die Kulissen" offenbart gravierende Fehl-Einschätzungen. Doch viele traditionell ausgerichtete Lehrer folgen aus Loyalität und Respekt der esoterischen "Wushu--Weltsicht" ihrer chinesischen Meister. Diese überkommene "Kampfkunst-Etikette" beruht auf Fiktionen statt auf Fakten und unterminiert so besonders in der Lehrer-Ausbildung Standards westlicher Erwachsenenbildung wie Transparenz und Teilnehmerschutz. Quelle: Tai Chi Innere Kampfkunst Prinzipien.

Neueste Forschungen zum Bindegewebe zeitigen Erkenntnisse, die große Übereinstimmung mit den Taiji-Prinzipien aufweisen: Die Faszien bilden ein Ganzkörper-Netzwerk, können Kraft speichern und erhöhen die Eigenwahrnehmung (Propriozeptiion) extrem. Somit ist eine esoterische "Qi-Magie" weder nötig noch sinnvoll. Spezielle Übungsprogramme knüpfen auf diese Weise an an die östlichen Künste wie Yoga, Tai Chi und Qigong. Zusammen mit dem Qigong-Dachverband Deutschland e. V. entwickelt Dr. Langhoff sein Programm Faszien-Qigong.

Die zehn Tai-Chi-Prinzipien

Vergleicht man östliche Künste, so sollte man als Kriterum nicht die technische Ausführung von Techniken nehmen sondern die zugrundeliegende Theorie, die Prinzipien. Nachdrücklich plädiert dafür kein geringerer als Yukiyoshi Takamura und der gegenwärtige Linienhalter seiner Stilrichtung, Tobin E. Threadgill Kaisho, pflichtet ihm bei und hält diesen Vorschlag für faszinierend. Auch der DTB hält diesen Gedankengang für gut geeignet, die Taijiquan-Prinzipien mit denen anderer "weicher, innerer" Kampfkünste zu vergleichen.

 

Irrtum: Die zehn Prinzipien gelten nur im Tai Chi

Chinesische Taiji-Meister demonstrieren stets Einigkeit in einem Punkt: Beim Vergleich mit anderen Kampfkünsten deklarieren sie diese als "extern". Tai Chi sei die einzige Innere Kampfkunst - das war auch die gemeinsame Linie des "Tai-Chi-Symposium 2014" in den USA, auf dem Meister aller fünf Hauptstile vertreten waren. Dieses "Taiji-Glaubensbekenntnis" ist grundfalsch. Es ist ein überholtes Vorurteil aus einer längst vergangenen Zeit. Dennoch haben auch viele deutsche Lehrer nichts Eiligeres zu tun, als ihren chinesischen Meistern beizupflichten - ein großer Teil sicherlich wider besseres Wissen. Der DTB-Ausbilder Dr. Stephan Langhoff möchte durch mehr Aufklärung die Transparenz der östlichen Gesundheitsübungen erhöhen, damit sie den Anforderungen moderner Erwachsenenbildung entsprechen. Dadurch könnte auch die gesunkene Reputation des Tai Chi wieder gestärkt werden.

Die zehn Prinzipien des Yang-Stils - Stundenbilder

Es folgen hier demnächst Multimedia-Stundenbilder für die Zehn Prinzipien. Sie dienen als Hilfe zum verbesserten Stunden-Aufbau. Gerade bei Partner-Übungen zu den Prinzpien bieten solche audio-visuellen Stundenbilder eine optimale Methodik für Tai Chi Ausbildung

Essentielle (wesentliche) Tai Chi Prinzipien - das Ziel

Ein Ziel des Tai-Chi-Übens ist die Entwicklung und Stärkung der Inneren Kraft "Qi". Dafür muss nicht nur regelmäßig geübt werden sondern auch korrekt. zu einem solchen "Richtig Üben" gehört unbedingt das strikte Bemühen um Beachtung der "essentiellen Punkte", die als wesentlich für Taiji gelten. Weiterhin gehört dazu auch Hintergrund-Wissen, also die Einordnung der Thematik in übergeordnete, größere Zusammenhänge chinesischer Philosophie und Kultur. Viele Lehrer wissen nicht, dass aufgrund von neueren Forschungen und Recherchen viele klassische Aussagen umstritten sind (Quelle: Yang Family).

Tai Chi Prinzipien - Extra-Domain des DTB

Ein Aspekt, der bislang wenig Beachtung fand, ist die Reihenfolge der "wesentlichen Gebote" der Yang-Family. Gemeint ist die interessante Tatsache, dass Meister Yang Zhenduo die Reihenfolge der zehn Prinzipien änderte - im Vergleich zu der Reihenfolge, die sein Vater Yang Chengfu festlegte. Gleich ist, dass auf Platz 1 das Prinzip "Den Kopf aufrichten" steht. Bei Yang Chengfu folgt als 2. "Brust einbehalten und Rücken strecken". So wird die Kombination beider Prinzipien erleichtert. Dennoch scheint Yang Zhenduos Reihenfolge pädagogisch ausgereifter. Weiterlesen auf der Subdomain des Dt. Dachverbandes: 10 Tai Chi Prinzipien.


Yang Zhenduo vs. Yang Chengfu - Tai-Chi-Prinzipien

Tai-Chi-Prinzipien: Unterschiedliche Reihenfolge bei Yang Zhenduo und Yang ChengfuYang Chengfus Zehn Prinzipien hat sein Sohn anders gegliedert. Die Analyse zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Besonders in didaktischer Hinsicht spricht Yang Zhenduos Reihenfolge viele Lehrer an. Yang Chengfu punktet besonders bezüglich Kampfkunst-Grundlagen/ "Martial-Arts-Internals". Negativ ist anzumerken, dass der Altmeister expressis verbis anderen Kampfkünsten wie Shaolin-Wushu solche Inneren Prinzipien fälschlicherweise absprach. Detaillierte Info zu den 10 Prinzipien des Yang-Tai-Chi nach persönlichen Mitteilungen von Meister Yang Zhenduo. Hinweis: Tai Chi wird auch Taiji oder Taiji-Quan geschrieben. Diese Prinzipien werden in der "Kampfkunst-Szene/ Taiji-Szene" häufig falsch dargestellt. Eine detaillierte Darstellung der zehn Prinzipien des Yang-Stils mit umfassenden Kommentaren finden Sie hier: Yang Tai Chi Meister. In der Fachliteratur liest man häufig über "Innere Prinzipien" östlicher Lebenskünste - doch ist dies kein hilfreicher Begriff

Yang Jun (Yang Family Tai Chi) weist auf die vielen höchst unterschiedlichen Interpretationen hin, die Experten zum 1. Prinzip anbieten. Man würde sich wünschen, dass Yang Jun ein klares Wort dazu sagt, welches Verständnis der Zweig der Familie Yang hat, dem er als Linienhalter vorsteht.

 

Meister Chen Wei Ming gebührt die Ehre, die von seinem verehrten Meister Yang Chengfu mündlich übermittelten "Zehn Prinzipien" niedergeschrieben zu haben. Viel von den Prinzipien findet sich auch im Qigong - s. dazu die kostenlosen Qigong Übungen zum Üben zuhause.

Lektüre-Empfehlungen zu Ausbildung, Gesundheit, Übungen/ Training: Qigong/ Taijiquan Bücher/ Zeitschriften, Magazine und Videos: Tai Chi Literatur Bücher.

Tai Chi Prinzipien: DVD (Philosophie Yang-Stil) über die Zehn Prinzipien gemäß Yang Chengfu/ Yang Zhenduo

Yang Tai Chi Prinzipien DVD mit Dr. LanghoffErläutert von  Dr. Langhoff, Leiter der bundesweiten Ausbildung im Dachverband. Obwohl diese zehn Punkte alles andere als wortreich sind, ist ihre Bedeutung doch außergewöhnlich tiefgehend und daher nicht immer leicht auszuloten. Sie werden auch nicht „isoliert“, Punkt für Punkt befolgt, sondern wirken zusammen, indem sie jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen und sich gegenseitig aufhellen. Info über Qi-Energie, Meridiane (Energieleitbahnen), "Qi" in der Fachschule. Tai Chi ist eine Bewegungskunst  aus China, die sich durch die bekannten zehn Prinzipien auszeichnet.

Beim Studium der Zehn Prinzipien ergeben sich vielschichtige Zusammenhänge zu Tai-Chi-Geschichte, Gesundheit, Philosophie, Kampfkunst, Meditation sowie zum Taoismus. Übrigens gibt es höchst unterschiedliche Meinungen zur geschichtlichen Entwicklung des "Schattenboxens" und seiner Theorie/ Philosophie: Wie ist die historische Beziehung zwischen Chen-Tai-Chi und Yang-Tai-Chi und welche Rolle spielte der Begründer Meister Yang Luchan dabei? Es gibt seit längerem Forschungen und kontroverse Meinungen darüber, ob das Tai Chi des Yang Luchan überhaupt etwas mit dem Tai Chi der Chen-Familie zu tun hat und ob letzteres nicht eher mit dem Shaolin verwandt ist. Dies meinte z. B. der berühmte Tai-Chi-Meister Wu Tunan, der viel über die Zusammenhänge von Yang-Tai-Chi und Wu-Tai-Chi forschte. Diskussion um Ursprüngliches Tai Chi. (Mehr zu Yang Luchan, dem Gründer des Yang-Taijiquan: Yang Luchan).

Die 10 Yang-Stil-Prinzipien - Seminar mit Meister Yang Zhenduo beim Tai Chi Zentrum Hamburg

Der legendäre Großmeister YANG CHENGFU, der Vater unseres Lehrers YANG  ZHENDUO wies stets darauf hin, dass bei der kompetenten Weitervermittlung des Tai Chi ein allgemein anerkannter Qualitätsstandard wichtig sei. Er ließ dazu die bis dahin nur mündlich überlieferte „Zehn Prinzipien“ für seine Schüler aufschreiben. Sie sind sozusagen die „Zehn Gebote“ des Tai Chi und dienen als Richtschnur bei der Einhaltung der nötigen Präzision. Nur bei ihrer genauen Befolgung stellen sich entscheidende Fortschritte ein, da sich gerade in diesen Prinzipien die Erfahrungen vieler großer Meister der Vergangenheit kristallisiert haben.

Tai Chi ist eine anspruchsvolle Kunst. Für Dr. Langhoff (Tai Chi Zentrum Hamburg) formulierte Tai Chi Meister Yang Zhenduo die 10 Prinzipien des Yang-Stils. Beim Üben des Tai Chi sind diese 10 Prinzipien ein Gradmesser für die Qualität des Schülers. Sie spielen daher auch eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des Tai Chi Zentrums (Archiv: 10 Prinzipien). Yang Tai Chi im Überblick mit einzeln dargestellten Yang-Stil-Prinzipien.

Seminar-Ankündigung in Hamburg: Die 10 Prinzipien aus höherer Perspektive

Auch die Kampfkunst (Martial Arts Applications) von Yang Jun sind ein Thema ebenso wie die Qi-Tricks-Diskussion um Chu King Hung bei Tuishou-Demonstrationen. Siehe Essay zu unterschiedlichen Zweigen der Yang Family

 

Die zehn Tai-Chi-Prinzipien des Yang-Stils

(persönlich erläutert von Yang Zhenduo in Hamburg für Schüler von Dr. Stephan Langhoff)

Die Reihenfolge der Prinzipien weicht bei Yang Zhenduo hier von der ursprünglichen Reihenfolge von Yang Chengfu ab. Experten halten die untenstehende Reihenfolge, die von Yang Zhenduo in Europa und USA unterrichtet wird für besser und klarer - s. Yang Chengfu Center.

1) Den Kopf gerade aufrichten

Der Grundgedanke ist, dass der Kopf sich streckt, sodass der Nacken gerade wird. Dies soll natürlich vor sich gehen und darf nicht erzwungen aussehen. Der Blick geht geradeaus und soll nicht starr oder „tot“ wirken. Es ist als ob man etwas auf dem Kopf balancieren würde. Im Kopfbereich und besonders im Blick kann sich dann der Wille oder Geist ("spirit") manifestieren. Der Mund bleibt auf eine natürliche Art geschlossen. Die Zunge wird nach oben gebogen, sodass die Zungenspitze hinter die oberen Zähne zu liegen kommt. Auch dies soll nicht übertrieben werden, sondern sich auf eine natürliche Art einstellen. Bei abwärts stoßenden Bewegungen wie etwa „Nadel in den Meeresboden“ folgen Blick und Kopf der Bewegungsrichtung.

2) Die Ruhe in der Bewegung

Tai Chi ist Meditation, eine “Stille-Übung”, wie man im Osten sagt. Das „Qi“ (Lebensenergie, Atem) soll in das „Dantien“ (Unterbauch, Kraftzentrum) sinken. Als gewünschte Folge stellt sich ein stabilisierendes Gleichgewicht ein sowie eine ruhige, stetige Atmung.  In dem Bewegungablauf ohne körperliche Anstrengung und Anspannung wird auf schonende, natürliche Art die Atmung harmonisiert, intensiviert und angepaßt.  Diese „Bauchatmung“ soll als voll und angenehm empfunden werden und sollte nicht passend zum Rythmus der Bewegungen „gemacht“ oder erzwungen werden. Bei genügender Praxis wird sie sich „von selbst“ einstellen. Sie läßt sich für Anfänger besonders leicht bei der Eröffnung üben: Beim Heben der Arme wird eingeatmet und beim Senken aus. Zudem wird die „geistige Mitte“, das innere Gleichgewicht auf eine heiter-gelassene Art gestärkt: Man schafft ein unerschütterliches Bewußtsein, Offenheit und Flexibilität - und stellt sein eigenes Ego in den Hintergrund. Es geht um die Beruhigung der Emotionen. Vorbild ist eine ruhige Wasseroberfläche, die alles unverfälscht widerspiegelt.

3) Die Schultern Ellbogen und Handgelenke senken

Dieses Prinzip hilft nachhaltig, den häufig zu beobachtenden Fehler zu vermeiden, dass man unbewußt die Schultern anhebt und anspannt. Das Tai Chi wird dadurch kraftlos und die Bewegung ist keine Ganzkörperbewegung mehr. Bei den Ellbogen ist zu beachten, dass sie weder allzu passiv hängen gelassen werden noch zu steif nach außen gedreht werden. Oft äußert sich diese „Steifheit“ auch in der Haltung der Handflächen, des Handgelenks und der Finger und mindert so auch die Wirksamkeit als Kampfkunst beim Stoßen und Greifen.

4) Die Brust senken - Rücken dehnen

Der Brustkorb soll auf natürliche Weise gehalten werden, d.h. weder künstlich herausgestreckt noch zu sehr nach innen eingesunken sein. Auf diese Weise können sich die Schultern frei bewegen. Im< Rücken soll sich ein rundes und gleichzeitig gestrecktes Gefühl einstellen: Von der Hüfte aufwärts kann so die innere Kraft aus der Wirbelsäule bis in die Finger aufsteigen und es kommt zu der angestrebten Ganzkörperbewegung. Meister FU sagt: „Wie eine Katze vor dem Sprung auf die Maus...“

5) Das Kreuz entspannen

Dieses Prinzip wird als das wichtigste angesehen! Ein entspanntes Kreuz sorgt für eine stabile, zentrierte Körperbasis und verleiht die angestrebte innere Spannkraft. Bei angespanntem Kreuz kann das Qi nicht sinken und die Kraft kann nicht übertragen werden. Hilfreich ist das Massieren des "Mingmen".

6) Die Leere und Fülle unterscheiden

Dieses Prinzip behandelt das für Tai Chi typische Verlagern des Körpergewichts auf lediglich ein Bein. Dies ermöglicht ja erst die anmutigen, fließenden Schrittfolgen - besonders wenn sie, wie gefordert, in Zeitlupe ausgeführt werden. Dabei wird das belastete Bein als voll und das unbelastete als leer bezeichnet. Ihr stetig wechselndes Zusammenspiel ist ein wichtiger Aspekt der Yin-Yang-Theorie, die dem Tai Chi zugrundeliegt. Viele Zusatzpunkte gehören hierher, z.b. die Fußhöhlung und das Nachaußendrücken der Knie.

7) Inneres und Äußeres verbinden

Der Körper repräsentiert das Äußere. Es soll mit dem Inneren eine harmonische Einheit bilden. Mit dem Inneren ist der Geist, das Bewußtsein gemeint und insbesondere die ruhig-konzentrierte Absicht, die Bewegungen auszuführen. Die Kultivierung des Willens ist somit ein zentraler Punkt. Der Geist führt und der Körper führt aus, ohne dass sozusagen ein Haarbreit dazwischen liegt. Hier zeigt sich die ursprüngliche Verbindung des Tai Chi zur Kampfkunst, wo es um Leben oder Tod ging. Das Innere soll sein wie ein verborgenes Schwert. Anders formuliert: Der Ausführende sollte ganz bei der Sache sein, mit Ernst und Hingabe wie ein guterSchauspieler (Vergleich von Yang Zhenduo).

8) Kraft des Geistes statt Körperkraft

Es geht beim Tai Chi nicht um den Einsatz bloßer, ungeschulter Körperkraft, denn diese führt zu steifen Bewegungen, sondern es geht um die Nutzung der Qi-Energie, die in den Meridianen im entspannten Zustand am besten fließen kann und mithilfe des Geistes kontrolliert und kanalisiert werden soll. gelöste und entspannte Zustand darf jedoch, so betont Yang Zhenduo immer wieder, nicht mit Schlaffheit verwechselt werden! Die „innere Kraft“ soll vielmehr mit einem dosierten Maß von Muskelkraft kombiniert werden. Dies wird erst durch vieles und intensives Üben voll entwickelt und ist dem Schmieden und Härten von Stahl vergleichbar. Man sagt: „Die Arme sind wie Eisen in Watte verpackt“. Die Sehnen, Knochen und Muskeln müssen dabei koordiniert in einer Ganzkörperbewegung ähnlich einer Meereswoge oder einem prallen Ballon zusammenwirken.

9) Unten und oben des Körpers koordinieren

Anfänger begehen oft den Fehler, dass sie zwar die Arme langsam und gleichmäßig bewegen, aber bei den Schritten abrupte oder schnellere Bewegungen ausführen. Dies macht jedoch die geforderte Ganzkörperbewegung unmöglich. Hilfreich ist hierbei die genaue Berücksichtigung der Hüftbewegung. Die Wurzel der Bewegung liegt in den Füßen und soll über die Hüfte und die Wirbelsäule in die Arme gehen. Sie zeigt sich in den Händen! Hilfreich ist hier auch die Vorstellung der Sechs Harmonien

10) Bewegung ohne Anfang und Ende

Bei anderen Kampfkünsten sind Beginn und Ende einer Technik oft klar erkennbar. Klar festgelegt sind sie auch beim Tai Chi, nur werden sie in einer steten Bewegung ausgeführt entsprechend einem langsam strömendem Fluß oder einem Kreis, der nicht endet. Sie verschmelzen zu einer Einheit, als würde man einen langen Seidenfaden aus einem Kokon ziehen. Die Endpunkte der Tai-Chi-Figuren sind also ideell und dauern nur „ein Blitzlicht“ lang, ohne dass es tatsächlich zu einem Anhalten kommen soll.

YANG CHENGFU betonte in frühen Jahren 13 grundsätzliche Prinzipien, aus denen später 10 wurden. Es fielen folgende drei weg, ohne dass der Text der übrigen geändert wurde (!):

  • Das Qi sinkt in das Dantian
  • Absicht und Qi interagieren
  • Bewegung und Stillstand sind verbunden

Tai Chi ist auch ein Kampfsport und eine Kampfkunst, die dann entsprechend schnell und mit Partner ausgeführt wird: Tai Chi Kampfkunst.

Aktuell: Foren: Übersicht/ Das Wichtigste, Effektiv kommunizieren, Mitgliedsvereine im Netz, Netzwerke-Online, Chats, Selbsthilfegruppen, Treffen, Fragen & Antworten zu kostenlosen Youtube-Netzwerken für Tai Chi Taijiquan Qigong: Thema Taijiquan Qigong Netzwerk auf Youtube (dort auch Kennzeichnung, Soziale Medien, "Szene"/ "Kampfkunst-Szene").

Hinweis: Tai Chi wird auch Thai Chi geschrieben. Diese Schreibweise ist irreführend. Die Info-Zentrale bekommt des öfteren Anfragen zu "Thai Chi". Den Anfragenden wird dann erklärt, dass "Thai Chi" ja vermuten lasse, es hätte etwas mit Thai Boxen zu tun - schließlich sagt man ja auch Schattenboxen. Dennoch wird es weiterhin oft falsch geschrieben.

Hamburg-Hinweis

Seit Jahren ist Hamburg eine Art "Tai-Chi-Qigong-Hochburg". Leider bedeutet dies nicht, dass dort objektive Standards herrschen. Nach Recherchen des Tai Chi Zentrums Hamburg e. V. basiert der Unterricht vieler Lehrender der "Szene" auf esoterisch-traditionellen Anschauungen. Es ist klar, dass für solche Lehrer die Erwachsenenbildung mit ihren westlichen ideologie-freien Qualitätskriterien nicht die erste Wahl ist. Lehrer wie Dr. Langhoff gingen jedoch von anfang an den "Weg der Krankenkassen" und entwickelten bereits anfang der Neunziger Jahre bundesweit gültige Standards, die sich an Gesundheitsförderung und die Kritierien-Kataloge des Weiterbildung Hamburg e. V. orientierten. Quelle: DTB-Multimedia-Dossier-Download: Lehrerausbildung mit Qualitätssiegel - Beginn jederzeit überall und kostenlos: Qigong Tai Chi Ausbildung Hamburg

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